Weniger als AfD-Forderung: „Pass-Samstage“ nur von Mitte Juni bis Anfang Juli

Claudia Bötte

Co-Vorsitzende der AfD-Ratsfraktion Wuppertal (Anklicken zum Vergrößern des Bildes!)

Aufgrund der in gut einem Monat anstehenden Sommerferien Nordrhein-Westfalens wird die Stadt Wuppertal im Elberfelder Bubadi-Verwaltungsgebäude (ehemalige Bundesbahndirektion) an den vier Samstagen vom 13. Juni bis zum 4. Juli zusätzliche Öffnungszeiten des Einwohnermeldeamts anbieten. Damit bleibt die Verwaltung der Metropole des Bergischen Landes hinter der AfD-Forderung zurück, den Schalterdienst im Einwohnermelde- wie auch im Straßenverkehrsamt jeden Samstag für zumindest einige Stunden zu offerieren. Trotz anhaltender Terminknappheit in beiden Behörden hält die Stadtverwaltung daran fest, lediglich sporadische Öffnungen an Samstagen zu gewähren.

Die städtische Personaldezernentin Dr. Sandra Zeh hält offenbar das kleine Häppchen an die lokale Bürgerschaft für einen großen Wurf: „Mit den zusätzlichen Pass-Samstagen helfen wir dabei, dass Reisen nicht an fehlenden Dokumenten scheitern. Gleichzeitig zeigt das Einwohnermeldeamt einmal mehr, mit welchem Einsatz und welcher Serviceorientierung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Wuppertalerinnen und Wuppertaler da sind.“ Angesichts solcher Worte spürt man eine nicht ganz so subtile Aufforderung, Otto-Normalverbraucher habe den Großkopferten an der Stadtspitze gefälligst dankbar zu sein.

Ehemalige Bundesbahndirektion in Elberfeld

© Atamari (commons.wikimedia.org / Lizenz: CC BY-SA 4.0)



Verwaltungsgebäude mit viel Schalterbetrieb: Die ehemalige Bundesbahndirektion im Stadtbezirk Elberfeld.

„Erst wenn der Zeitpunkt gekommen ist, dass das Terminangebot von Einwohnermelde- wie auch Straßenverkehrsamt stets unkompliziert und zeitnah ist, können wir von einer tatsächlichen Lösung des Problems sprechen“, so die Wuppertaler AfD-Ratsfraktionsvorsitzende Claudia Bötte.

„Vorher haben vereinzelte Entlastungsmaßnahmen wie die in Kürze anstehende bloß den Charakter notdürftiger Flickschusterei. Die Stadtverwaltung soll nicht länger so tun, als wäre sie ein wahrlicher Ausbund an Großzügigkeit. Denn angesichts der alltäglichen Verhältnisse im Schalterbetrieb der beiden Behörden, bekomme ich regelmäßig zu viel, wenn sich die höchsten Beamten der Stadt selbst auf die Schulter klopfen!“