Dr. Frank Schnaack: Stadtverordneter in der Wuppertaler AfD-Fraktion und zugleich Mitglied der Landschaftsversammlung Rheinland.
Dem „Dialog-Beirat“ zum Bau der geplanten DITIB-Moschee an der Elberfelder Gathe sitzt CDU-Linksaußen-Mann Rolf Köster vor. Wie die „Westdeutsche Zeitung“ berichtet, will Köster im Mai „eine große Dialogveranstaltung“ organisieren, um immer wieder geäußerte Einwände gegen die Errichtung eines wuchtigen Islam-Zentrums zu zerstreuen. Doch so recht wollen im einwohnerreichsten Stadtbezirk Wuppertals sich die Bedenken gegen die DITIB nicht in Luft auflösen, zumal die Organisation im Ruf steht, eine fünfte Kolonne des türkischen Machthabers Recep Tayyip Erdogan zu sein.
Ende 2024 entbrannte eine öffentliche Debatte, weil auf Facebook ein Foto der Kinder- und Jugendgruppe der DITIB-Gemeinde aufgetaucht war, das zwei Kinder dabei zeigt, wie sie einen „Wolfsgruß“ tätigen. Der „Wolfsgruß“ ist eine Geste der offen extremistischen „Graue Wölfe“-Bewegung, die die ganze Welt außerhalb des islamischen Türkentums als feindlich wahrnimmt und von einem türkischen Großreich fantasiert, das von Südosteuropa bis Uiguristan im Westen der Volksrepublik China reichen soll. Anhänger ideologisch verwandter Organisationen wie DITIB oder „Milli Görüs“ nutzen bisweilen auch das Erkennungszeichen der „Grauen Wölfe“.
„Als Vertreter unserer Stadtratsfraktion bin ich Mitglied im ‚Dialog-Beirat‘ Moschee, um dort unserer grundsätzlichen Ablehnung eines ganzen DITIB-Gebäudekomplexes im Bereich von Gathe und Markomannenstraße Ausdruck zu verleihen“, sagt der Wuppertaler AfD-Stadtverordnete Dr. Frank Schnaack.
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Symbolbild: Der „Wolfsgruß“ als Geste der extremistischen „Graue Wölfe“-Bewegung, die auch in anderen radikalen Organisationen mit Türkei-Bezug wie z. B. DITIB und „Milli Görüs“ genutzt wird.
„Politisch ist Rolf Köster ein CDUler vom Schlage Angela Merkel, Hendrik Wüst und Daniel Günther. Somit ist er ein Christdemokrat sehr nach dem Geschmack von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und SED-Fortsetzungspartei ‚Die Linke‘. Köster versucht sich letztlich an der Quadratur des Kreises: Etwas wie das DITIB-Moschee-Projekt an der Gathe, das aus guten Gründen jeden gewöhnlichen Bürger Wuppertals zutiefst abschreckt, will er auf Teufel komm‘ heraus schönreden.
Auch abseits seines Islam-Steckenpferds ist Ratskollege Köster für Aktionen der bizarren Art bekannt. So forderte er Anfang Februar allen Ernstes eine Abschaffung geheimer Wahlen und Abstimmungen im Stadtrat und seinen nachgeordneten Gremien. Aktuell ist es so, dass wenn mindestens ein Fünftel der Gremienmitglieder eine geheime Wahl bzw. Abstimmung verlangt, dies zwingend umgesetzt werden muss. Der von Köster ersehnte Druck zu offenen Wahlen und Abstimmungen wäre gleichbedeutend mit einem immerwährenden Fraktionszwang, was den Apparatschiks der Altparteien mehr als gelegen käme. Gleichermaßen wie es die DITIB nicht so genau nimmt mit westlichen Demokratie-Standards, zeigt auch ihr öffentlicher Fürsprecher Rolf Köster hochgradig bedenkliche Tendenzen – und dies als Volljurist!“
